Kombucha – Ein Pilz, bitte!

Anfang des Jahres kam ich auf die Idee, neben Milchkefirpilz und Essigmutter auch noch unbedingt einen Kombuchapilz ausprobieren zu wollen. Also fragte ich in meiner Lieblings-Facebookgruppe mal nach, ob nicht jemand einen hat und mir etwas von dem Pilz abgeben könnte. Ich hatte Glück, und einige Tage später war er da.

Erst einmal musste ich mich schlau machen, was ich denn nun mit diesem komisch aussehenden Ding anstellen sollte. Dank des Internets war ich aber bereits nach kurzer Zeit voll im Bilde…

Man braucht folgende Zutaten:

  • 1 Kombuchapilz
  • ca. 100ml Ansatzflüssigkeit
  • 90-100g Zucker
  • 8g Tee auf 1l Wasser.

Wie schon der Kefirpilz darf auch der Kombuchapilz nicht mit Metall in Berührung kommen, deshalb unbedingt Glas, Plastik oder Silikon verwenden.

   

Ich hab dann erstmal den Tee gekocht, am besten soll wohl grüner Tee oder Schwarztee sein, aber ich mag lieber Kräuter- oder Früchtetee, der Kombuchapilz hat sich bisher noch nicht drüber beschwert. Ich denke, ihm ist es am wichtigsten, dass diese riesige Menge Zucker nicht vergessen wird.

Wenn der frisch aufgebrühte Tee mit dem aufgelösten Zucker abgekühlt ist, dann füllt man ihn in ein ausreichend großes Glasgefäß und gibt den Pilz und die Ansatzflüssigkeit aus dem vorangegangenen Kombucha-Ansatz dazu.

Da der Ansatz unbedingt vor Verunreinigung geschützt werden muss, aber während des Gärprozesses Sauerstoff benötigt, deckt man das Glas mit einem Küchentuch ab und befestigt das ganze mit einem Gummiring. Damit das auch gut hält, sollte man ein Glas mit einem wulstigen Rand bevorzugen.

Nun braucht der Pilz etwa 10 Tage, um aus dem Tee ein leckeres Kombuchagetränk herzustellen. Es hat jetzt einen belebenden Geschmack durch die Kohlensäure und erinnert an frischen Federweißer oder Cidre.

Wenn man den Kombuchapilz einfach noch länger im Tee lässt, wird schließlich Essig gebildet. Wenn man seine Haare mit Seife wäscht, kann man den Kombuchaessig dann sehr gut als saure Rinse verwenden.

Der Kombuchapilz ist übrigens sehr vermehrungsfreudig. Den Urpilz, der mir zum Jahresbeginn vermacht wurde, habe ich mittlerweile bereits entsorgt, da ich so viel Nachwuchs habe. Außerdem habe ich auch schon selbst einige Pilze weitergegeben.

Aufgrund meiner vor kurzem festgestellten Fruchtzuckerunverträglichkeit muss ich mich jetzt mal schlau machen, ob es eine Zuckeralternative für den Kombuchapilz gibt, die man nutzen könnte. Hat da jemand von euch Erfahrung? Oder wie wird der Zucker vom Pilz verwertet? Befindet sich vielleicht kein Zucker als solcher mehr im Endprodukt? Vielleicht wisst ihr da ja was…

So, nun sag ich Prost…lasst euch den Kombucha schmecken!

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