Grundausrüstung zum Sieden der ersten eigenen Seife

Heute möchte ich euch zeigen, was ihr an Ausrüstung benötigt, um eure ersten eigenen Seifen zu sieden.

Handschuhe, Schutzbrille und Unterlagen

             

Eine Schutzbrille und etwas dickere Gummihandschuhe sind unbedingt zu benutzen, da beim Seifensieden mit einer stark ätzenden Lauge aus Wasser und Natriumhydroxid (NaOH) gearbeitet wird. Als Schutz der Arbeitsfläche empfehle ich eine Unterlage. Ich nehme solche Silikonmatten wie auf dem Bild zu sehen, gerade am Anfang reichen aber auch alte Zeitungen.

Topf, Küchenwaage, Pürierstab,

Messbecher in unterschiedlichen Größen, Kochlöffel

        

Der Topf ist zum Erwärmen der Öle und Verflüssigen der festen Fette. Da reicht ein normaler Kochtopf aus eurer Küche. Alle weiteren benötigten Küchenutensilien solltet ihr sicherheitshalber nur noch zum Seifensieden benutzen. Der Pürierstab muss unten unbedingt aus Edelstahl sein, nur dieser hält der Lauge stand. Zum Abwiegen der Öle, des Wassers und des NaOH benötigt ihr eine Küchenwaage mit mindestens einer Kommastelle. Gerade bei kleineren Mengen ist aber auch eine Feinwaage mit zwei Kommastellen zu empfehlen, um genauer arbeiten zu können. Weiterhin benötigt ihr verschieden große Messbecher zum Abwiegen, Anrühren der Lauge und zum Mixen des Seifenleims. Zu guter Letzt braucht ihr noch Kochlöffel wie auf dem Bild zu sehen zum Rühren, die Palette unten ist besonders gut geeignet, um auch den letzten Rest Seifenleims aus dem Messbecher zu bekommen.

Öle und Fette

                                                                                                                                            

Ohne Öle und feste Fette könnt ihr natürlich keine Seife machen. Für den Anfang empfehle ich Öle aus dem Supermarkt zu nehmen. Besonders gut eignen sich Kokosöl, Olivenöl, Rapsöl, Distelöl (ölsäurereich), Traubenkernöl oder Sesamöl. In einigen Supermärkten kann man sogar Mandelöl, Kürbiskernöl oder auch Avocadoöl finden. Wenn ihr im Internet bestellen wollt, ist die Auswahl natürlich viel umfangreicher, aber das kann man ruhig später machen, wenn ihr wisst, das dieses Hobby auch wirklich etwas für euch ist.

destilliertes Wasser und Natriumhydroxid (NaOH)

               

Gerade zu Beginn der Selbstsiedekarriere sollte man zum Anrühren der Lauge erst einmal nur destilliertes Wasser nehmen, das bekommt ihr in jedem Baumarkt. Das Natriumhydroxid (NaOH) ist wohl das Einzige, das ihr wirklich im Internet bestellen müsst. Man kann zwar auch in einigen Apotheken Glück haben, aber die Preise sind so heftig, dass ich niemandem empfehlen kann, in der Apotheke zu kaufen. Ich hatte zu Beginn selbst mal angefragt, da sollte ich für 100g mindestens soviel blechen, wie ich sonst für 1kg im Onlineshop bezahle.

Seifenformen

                                                                                                                        

Seifenformen gibt es natürlich in allen möglichen Ausführungen. Die von mir bevorzugten seht ihr auf dem Bild. Gerade am Anfang solltet ihr mal schauen, was euer Haushalt so hergibt. Am besten wäre es, wenn ihr eine alte Kuchenkastenform aus Silikon habt, die ihr nicht mehr benutzt. Die ist perfekt für die erste Seife, da man den Seifenleim einfach eingefüllt bekommt und die ausgehärtete Seife sich leicht ausformen lässt. Ansonsten eignen sich aber auch leere Chips-Dosen, Milch-Tetrapaks oder ähnliches.

Eventuell wäre noch ein Thermometer und ein Plastiksieb vorteilhaft, sehe ich aber nicht als unbedingt notwendig an.

So, habt ihr alles beisammen oder gibt es noch Unklarheiten? Ihr könnt mich gerne zu allen Punkten befragen.

Wenn dann alles klar ist, können wir mit der ersten Seife starten. Dazu gibt es hier in Kürze den nächsten Beitrag.

 

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